Warum ich Firmenfeiern anders fotografiere

Die Firma intecplan aus Düsseldorf feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Ein besonderer Meilenstein, der natürlich auch gebührend gefeiert werden sollte.

Und wie hält man so einen Abend am besten fest?

Für mich lautet die Antwort ganz klar: Nicht einfach mit Bildern. Sondern mit einer Geschichte.

Denn genau darum geht es mir bei der Eventfotografie. Egal ob Firmenfeier in Düsseldorf, Veranstaltung im Raum Köln oder Unternehmensevent rund um Pulheim – ich möchte keine Bilder machen, die einfach nur dokumentieren, wer anwesend war.

Ich möchte, dass man Jahre später durch die Fotos das Gefühl bekommt, wieder mitten in diesem Abend zu sein.

Dass die Menschen auf den Bildern nicht fremd wirken.

Dass sie einfach sie selbst sind.

Keine gestellten Gruppenbilder

Wenn ich eine Veranstaltung fotografiere, ist mir eine Sache besonders wichtig:

Ich brauche die Freiheit, den Abend auf meine ART zu erzählen.

Ich mag keine gestellten Gruppenbilder, bei denen sich alle nebeneinander aufstellen und auf Kommando in die Kamera lächeln.

Das hat für mich wenig mit den Menschen zu tun. Mich interessieren die kleinen Momente dazwischen. Die Unterhaltung an der Bar. Der konzentrierte Blick während einer Rede. Ein Lächeln, das ganz von alleine entsteht. Oder jemand, der einfach einen Moment in Gedanken versunken ist.

Genau diese Augenblicke erzählen später die eigentliche Geschichte.

Unsichtbar mittendrin

Viele fragen mich nach einem Shooting oder einer Veranstaltung, wie ich es schaffe, so natürliche Bilder zu fotografieren.

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach:

Ich bewege mich mitten im Geschehen. Aber ich dränge mich nie in den Vordergrund. Ich werde niemanden bitten, einmal nett in die Kamera zu schauen. Ich unterbreche keine Unterhaltung. Ich lasse die Menschen einfach Menschen sein.

Und genau dann entstehen die Bilder, die ich suche.

Zeitlose Erinnerungen

Mir ist wichtig, dass die Bilder auch in zehn oder zwanzig Jahren noch funktionieren.

Nicht, weil sie perfekt sind. Sondern weil sie ehrlich sind.

Sie sollen den Charakter eines Unternehmens zeigen, die Atmosphäre eines Abends und vor allem die Menschen, die ihn ausgemacht haben.

Ein besonderer Ort

Die Jubiläumsfeier fand auf dem Hausboot No. 1 in Düsseldorf statt.

Eine unglaublich liebevoll gestaltete Location direkt am Rhein.

Ich weiß noch, dass ich an diesem Abend irgendwann sagte:

„Ich glaube, ich habe mich gerade ein bisschen in diese Location verliebt.“

Das Licht, die Atmosphäre und die vielen kleinen Details haben perfekt zu diesem Abend gepasst.

Tatsächlich bin ich inzwischen mit den Inhabern im Gespräch, ob ich das Hausboot auch für Porträtshootings nutzen kann.

Ich glaube, dort lassen sich ganz besondere Geschichten erzählen.

Verantwortung gehört dazu

Bei aller Freiheit gibt es für mich aber auch eine Verantwortung.

Ich fotografiere niemals auf Kosten anderer Menschen. Wenn ich merke, dass jemand sich in einer Situation befindet, die ihm später unangenehm sein könnte, bleibt die Kamera unten. Kein Bild der Welt ist es wert, dass sich jemand später dafür schämen muss. Das Vertrauen der Menschen ist wichtiger als jedes Foto.

Wann ein Abend zu Ende erzählt ist

Irgendwann kommt bei jeder Veranstaltung der Moment, an dem ich mich verabschiede.

Nicht, weil nichts mehr passiert.

Sondern weil die Geschichte erzählt ist.

Die Location.

Die Details.

Die Begegnungen.

Die Gespräche.

Die Atmosphäre.

All das ist dann bereits in Bildern festgehalten.

Und danach hat die Gesellschaft es verdient, ohne Fotograf einfach weiterzufeiern.

Von dieser Jubiläumsfeier kann ich leider keine Bilder der Gäste zeigen, da ich dafür die Zustimmung aller Beteiligten benötigen würde.

Deshalb zeige ich stattdessen ein paar Eindrücke der wunderschönen Location.

Vielleicht erzählen auch sie schon ein kleines Stück der Geschichte dieses besonderen Abends.

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